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21.1.2021 | 22:41

Festivals
im Kloster Lehnin

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Brandenburger Landkurier | Märkische Allgemeine vom 02.01.2003


Vergnügliches Neujahrskonzert in der Lehniner Klosterkirche begeisterte

gram

Lehnin. „das könnte der Beginn einer schönen Tradition gewesen sein.“ Andreas Behrendt strahlte nach dem vergnüglichen Konzert am gestrigen Neujahrstag in der Lehniner Klosterkirche übers ganze Gesicht. An der kleinen Schuke-Orgel hatte er zusammen mit Friedemann Graef (Saxophon) bei Kerzenschein die feiertäglich gestimmten Zuhörer mit heiteren und besinnlichen Weisen bestens unterhalten. Es war das erste Neujahrskonzert in der gotischen Klosterkirche, soll aber bestimmt nicht das letzte gewesen sein.

Am Beginn stand ein barockes Bravourstück von Alessandro Besozzi (1702 bis 1775), und Friedemann Graef brachte es tatsächlich fertig, das Saxophon wie eine Barocktrompete schmettern zu lassen. Dafür klang das gleiche Instrument im nächsten Stück mal wie das historische Instrument Zink – eine Art hölzerne Trompete – mal wie eine Posaune. Erstaunlich, was der Spieler, zugleich Komponist und Arrangeur, aus dem Saxophon herausholte. Die Variationen über das bekannte Renaissanvethema „La Folia“ (der Wahnsinn) hat er selbst geschrieben, ebenso die Arrangements zu den folgenden Gospelmelodien, deren bekannteste „O Happy Day“ wohl jeder mitsummen konnte. Andreas Behrendt wiederum hatte eine echte brasilianische Samba kongenial auf die beiden so unterschiedlichen Instrumente übertragen.

Die beiden Musiker, das war deutlich zu hören, hatten schon öfters miteinander musiziert. Während Friedemann Graef als freiberuflicher Saxophonist und Komponist in Berlin lebt, trat Andreas Behrendt vor genau zwei Jahren, am 1. Januar 2001, sein Amt als Kirchenmusiker im Kirchenkreis Lehnin-Belzig an. Als solcher hat er auch in den Gotteshäusern von Golzow, Wiesenburg und Belzig schon oft gespielt. Studiert hat er Kirchenmusik in Berlin und Halle, wo er auch noch einen Lehrauftrag an der Martin-Luther-Universität ausübt.

Wie es sich für die Neujahrsmusik in einer Kirche gehört, wollte eigentlich Stiftsvorsteher Dieter Paul am Schluss des Konzertes den Jahressegen sprechen. Leider konnte er aus Krankheitsgründen nicht kommen. So gab es statt des Segens eine musikalische Zugabe, in der die überraschten Hörer nach längerem Herumrätseln schließlich ganz deutlich den Song von Mackie Messer aus der Dreigroschenoper erkannten.

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